DOOSBERG GG Riesling, RHEINGAU Peter Jakob Kühn, trocken, 0,75l

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Der Oestricher Doosberg ist eine geschlossene Lage die nicht von Bächen oder Tälern durchschnitten wird. Vom Rhein wird sie durch die Bundesstraße getrennt, nach Norden reicht sie weit hinauf bis zur Hallgartener Jungfer, im Westen grenzt sie an das Oestricher Lenchen. Gen Osten begrenzen Ackerflächen und die Parzelle Hattenheimer Schützenhaus die Lage.

Der Boden ist ein Gemisch aus Ton, Steinen, Kiesterrassen und urzeitlichen Sandbänken. Die einen Hektar große Parzelle von Kühns liegt nur 150 Meter vom Rhein entfernt an einem sanft abfallenden Südhang. Reben wurden hier bereits im 14. Jahrhundert gepflanzt, schon seitdem werden sich Dachse, von denen der Name Doosberg abgeleitet ist, nur in Zeiten reifer Trauben in den Weinberg verirren. Peter Kühn fördert gezielt eine tiefe Durchwurzelung des Bodens und damit die Voraussetzung dafür, daß seine Reben diesen ?Schatz des Bodens? heben können.

Der an dieser Stelle sehr breite Rhein fungiert als Wärmespeicher und ergänzt die Wirkung der Sonneneinstrahlung. Diese Parzelle hat dadurch eines der besten Mikroklimata im Rheingau.

Um den Ursprung der Weine unverfälscht zum Ausdruck zu bringen gehen die Moste ohne jegliche Manipulation der Süße oder Säure in die Spontangärung mit den traubeneigenen Hefen. Nur so kann ein präzises Abbild der natürlichen Vielfalt und Lebendigkeit entstehen. Der Most wird spontan vergoren und reift für knapp zwei Jahre im großen Holzfaß.

Verkostungsnotiz:
Sicherlich einer der besten Weine aus dieser Lage ist der ?Doosberg GG? von Peter Jakob Kühn.

Wie beim Sankt Nikolaus so ist auch der Doosberg nach langem Feinhefelager bereits jetzt erstaunlich zugänglich. In der Nase viel reifer Apfel, Aprikose, Williamsbirne, reife Zitrusfrucht und dezent exotische Frucht. Deutliche florale Aromen, würzig, dabei doch sehr fein und harmonisch.

Am Gaumen startet er mit Vollgas. Die lebhafte Säure wird nur dezent von der wenigen Restsüße gebändigt, entsprechend frisch und kraftvoll ist der Start. Nach dem ersten Kontakt macht sich eine wohlige, fast cremige Fülle breit, wird aber direkt wieder von der Säure eingefangen. Herrlich, wie dieser intensive, dichte Wein auf der Zunge Polka tanzt. Und auch nach dem ersten Schluck hört nicht auf, lange bleiben die komplexen Aromen haften.

Ein großartiger Wein, der bereits jetzt schon erstaunlich viel Trinkspaß bereitet aber in den kommenden Jahren noch zulegen wird.